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Mit offenem Schuh zur Karrierebestleistung

19/07/2015

Er hat es wieder getan: zum zweiten Mal in dieser Saison setzte Lukas Hollaus gestern mit seinem 25. Platz beim weltgrößten Triathlon in Hamburg über die ungeliebte Sprint-Distanz ein Ausrufezeichen.

 


Bereits vergangenen Mai ließ Lukas mit seinem bis dato besten Ergebnis bei einem WTS-Event - dem 31. Platz   in Yokohama - aufhorchen. Gestern toppte der Pinzgauer seine Bestmarke gleich um sechs Plätze und legte beim Triathlon in Hamburg eine starke Performance hin und sicherte sich mit einem Rückstand von 1:32min auf den Sieger Vincent Luis (FRA) den 25. Platz.  Lukas, der mit Nr. 50 an den Start ging, machte damit starke 25 Plätze gut und bucht somit auch 138,56 wichtige Punkte für Rio 2016 auf sein Konto, welche ihn in der Quali-Liste aktuell um fünf Plätze vom 61. auf den 56. Platz vorschieben.

Dabei waren die letzten Wochen für den Ausnahmeathleten alles andere als einfach. Das Training verlief gut und nach Plan, aber bei den Wettkämpfen konnte Lukas seine Leistung nie richtig abrufen und erst vergangenes Wochenende belegte er "nur" Platz 28 bei der EM in Genf. Wie angekündigt veränderte Hollaus aber in Hamburg sein Aufwärmritual und schwamm sich viel länger und härter ein, um so zu versuchen, seinen Körper rascher auf "Betriebstemperatur" zu bringen: "Ich hatte nichts zu verlieren, da in Hamburg nicht zuletzt aufgrund der einmaligen Kulisse immer die besten Athleten der Welt antreten und mir die Sprint-Distanz noch dazu nicht so liegt. Offensichtlich hat sich die Veränderung aber bezahlt gemacht, denn schon beim Schwimmen habe ich mich super gefühlt und auf die 750 Meter mit 9:33 Minuten meine schnellste je erreichte Zeit hingelegt!"

Am Rad gab es dann einen kurzen Schockmoment für Lukas als er bemerkte, dass die Lasche seines linken Schuhs heraus gerutscht war und er somit nicht den vollen Halt hatte. "Wie das passiert war weiß ich nicht, aber ich habe es gespürt und dann gesehen, konnte aber nichts mehr machen", so Hollaus. Geschadet hat es aber nicht, denn er führte die Verfolgergruppe auf den 20km sogar teilweise an und roch plötzlich Lunte. Auf Position 21, mit 47sek Rückstand auf den Führenden, ging es in die Wechselzone zum Laufen und Lukas konnte erstmals seit vielen Wochen wieder befreit Gas geben. Schließlich gelang ihm mit einer Gesamtzeit von 53:26min seine Karrierbestleistung und dementsprechend groß war die Freude: "Unglaublich was da heute los war, ich kann es noch nicht ganz begreifen! Nach den eher enttäuschenden letzten Wochen war ich heute völlig befreit und konnte mein Potential abrufen. Die einzigartige Kulisse mit hunderttausenden Menschen hier in Hamburg hat ihr Übriges getan und der Weltelite näher zu kommen ist einfach nur ein cooles Gefühl!"

Lukas lässt nun den "Test" in Rio am 01.08. aus und konzentriert sich voll auf den Weltcup in Ungarn am 09.08. Das neue Aufwärmritual wird er höchstwahrscheinlich auch dort wieder zelebrieren. Auf den offenen Schuh kann Österreichs bester Triathlet dann aber getrost verzichten.

 

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