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Meine Gedanken vor Chengdu

14/04/2016

Das im Sport nicht immer alles nach Plan laufen kann habe ich in den letzten Wochen mehrmals hart zu spüren bekommen. Die Saisonvorbereitung hätte nicht besser laufen können, alles lief wie am Schnürchen und die Trainingsleistungen waren um vieles besser als in den Jahren zuvor.

 

 

 

Von Anfang Dezember bis jetzt war ich so gut wie die ganze Zeit in diversen Trainingcamps (Fuerteventura, Aguilas, Stellenbosch, Mooloolaba) unterwegs. Ich habe viel investiert und ging nicht nur top vorbereitet, sondern auch voller Selbstvertrauen beim Saisonauftakt beim WM-Rennen in Abu Dhabi an den Start.

 

Das Rennen lief auch wirklich gut und ich fühlte mich richtig stark und absolut bereit, mein mit abstand bestes WM-Ergebnis zu erzielen. Doch von einem Moment auf den anderen änderte sich dies abrupt. Ein japanischer Athlet krachte mir in einer Kurve ins Hinterrad und so machte ich einen unfreiwilligen Abgang über die Absperrung. Ich sprang zwar sofort wieder aufs Rad und konnte die Spitzengruppe auch gleich wieder einholen, aber die Folgen wurden mir erst im weiteren Verlauf des Rennens bewusst, als ich merkte, dass mein Rad voller Blut war und ich schließlich den tiefen Cut am Ellbogen bemerkte. Mir wurde schlecht und musste mich schließlich noch vor dem Lauf übergeben. Der Lauf war dann dementsprechend kurz, da es in diesem Zustand überhaupt keinen Sinn gemacht hätte, das Rennen fortzusetzen, zumal eine Woche später der nächste Weltcup anstand. Rasch ging es dann gleich ins Krankenhaus, wo mein Ellbogen genäht werden musste.

 

Einen Tag später startete bereits der Flug nach Australien, wo wir unser Lager für die nächsten vier Wochen aufschlugen.

 

Der Ellbogen machte natürlich in der Vorbereitung auf den Weltcup in Mooloolaba große Probleme, so musste ich vier Tage komplett pausieren, ehe ich zweiTage vor dem Rennen wieder mit dem Training starten konnte. Auch wenn es körperlich dann beim Rennen, bis auf das Laufen, gar nicht so schlecht lief, war ich mental nicht in der Lage, den Wettkampfmodus zu aktivieren.

 

Beide Rennen haben mir jedoch gezeigt, dass ich beim Schwimmen und am Rad ein richtig gutes Niveau habe. Das Laufen sollte, wie in den vergangenen Jahren, sowieso kein Problem sein.

 

Zweieinhalb Wochen später kamen dann endlich die Fäden raus. Das zwischenzeitliche 3-wöchige Trainingscamp in Australien verlief wieder zu 100% nach Plan und ich konnte viele sehr gute Einheiten zeigen. Dementsprechend motiviert blickte ich auf die drei anstehenden Rennen in nur drei Wochen.

 

Was dann folgte, konnte ich nur schwer verkraften. Zwei DNF hintereinander mit richtig miesem Gefühl und total kraftlos waren zwei ordentliche Hiebe ins Gesicht. DasTiming hätte nicht besch… sein können, gerade jetzt in der heißen Phase der Olympiaqualikation.

 

Mental abgehärtet und bereit in den nächsten Kampf zu ziehen bin ich bereits gut in China angekommen. Ich spüre wie die Kraft von Tag zu Tag zurück kommt und dementsprechend positiv gehe ich in das Weltcuprennen am Samstag.

 

ALL IN!

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